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Der Weg wird fortgeführt: Top-Talente im Anflug?

In den letzten Wochen wurde die Borussia immer häufiger mit Top-Talenten aus ganz Europa in Verbindung gebracht. Es ist eine Auszeichnung dafür wie sich der Verein in den letzten Jahren entwickelt hat, immerhin bleibt es nicht mehr ausschließlich bei Gerüchten. Natürlich kann der Verein nicht nur von seinen Talenten leben, es braucht weitere Säulen, wie zum Beispiel Führungsspieler. Dennoch sollte es einen Anhänger dieses Vereins mit Stolz erfüllen. Es gibt genügend Gründe, das sollen die folgenden Personalien verbunden mit Argumenten verdeutlichen.

Borussia Mönchengladbach hat sich in den letzten Jahren ein Image aufgebaut, mit jungen und entwicklungsfähigen Spielern erfolgreich aufzuspielen – gern als Fohlenelf bezeichnet. Laut Max Eberl wird das der langfristige Weg der Borussia bleiben: der Verein wird sich weiter auf das Ausbilden von begabten Talenten konzentrieren. Die jüngsten Transfergerüchte deuten daraufhin, dass dieser Weg in einer neuen Deutlichkeit fortgesetzt werden könnte. Real Madrids Mink Peeters(18) und Timothy Fosu-Mensah(19) von Manchester United wurden zuletzt mit der Borussia in Verbindung gebracht, beim 17-jährigen Mickael Cuisance vom AS Nancy soll es ein konkretes Interesse geben. Eine Auszeichnung für die Fohlenelf, die sich zu einer europäischen Top-Adresse für Talente zu entwickeln scheint. Viele sehen in Gladbach das Sprungbrett zu den Großen in Europa.

László Bénes und Mamadou Doucouré für die Borussia gewinnen zu können ist der Lohn des kontinuierlichen Aufbau eines Images: der Fohlenelf. Alles begann mit Marko Marin, auf nationaler Ebene, der nach dem ersten Entwicklungssprung zu Werder Bremen ging. Die Teilnahmen an den europäischen Klub-Wettbewerben haben der Borussia ganz neue Möglichkeiten eröffnet: den Eintritt auf den europäischen Talent-Markt. Dieser ist jedoch hart umkämpft, denn diesen Markt haben längst die Top-Clubs in Europa für sich entdeckt. Die Aussicht auf ein attraktives Gehalt und ein Training auf höchstem Niveau,mit beispielsweise Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi, bekommt bei manch einem Youngster einen höheren Stellenwert als die persönliche Perspektive bzw. Spielpraxis. Ajax Amsterdam erlebt trotz einer herausragenden Jugendakademie, dass immer mehr eigene hochbegabte Talente wechseln wollen. Die Borussia muss mit diesem Trend entsprechend umgehen und kreative Lösungen finden, anscheinend mit Erfolg.

Mickael Cuisance – die französische Nachwuchshoffnung

Der 17-jährige französische U18-Nationalspieler Mickael Cuisance vom AS Nancy soll mit dem Erreichen der Volljährigkeit seinen ersten Profivertrag unterzeichnen. Feststeht, dass er diesen bei einem neuen Verein unterzeichnen wird, ein Angebot von Nancy wurde schon abgelehnt. Nach längeren Verhandlungen scheint die Entscheidung gefallen zu sein wohin die Reise geht. Die Borussia soll sich mit dem Berater auf einen Fünfjahres-Vertrag bis zum Sommer 2022 geeinigt haben. Damit hätte man Manchester City ausgestochen, die schon im Winter die Dienste des Franzosen erwerben wollten. Das Gesamtpaket macht Cuisance begehrt. Er gilt als die größte Nachwuchshoffnung Frankreichs in seiner Altersklasse, zudem wäre eine geringe Ausbildungsentschädigung von rund 300.000 Euro fällig. Die Borussia würde einen beidfüßigen Spielgestalter gewinnen, der mit seiner feinen Technik und Beweglichkeit in der Lage ist auf engstem Raum die passenden Lösungen zu finden. Im zentralen Mittelfeld, als auch in der Rolle des klassischen Zehners kann er seine Stärken ausspielen. Allerdings müsste er bei der Abwehrarbeit dazulernen, und bei seiner Physis zulegen.

Timothy Fosu-Mensah – der mögliche Christensen-Ersatz

Nach der feststehenden Rückkehr von Andreas Christensen zum FC Chelsea wurde von englischen Medien ein möglicher Nachfolger ins Gespräch gebracht: der niederländische Mittelfeldspieler Timothy Fosu-Mensah. Der 19-jährige ist aktuell Teil des Profi-Kaders von Manchester United, bekommt jedoch kaum Spielpraxis. Dies soll sich über eine Leihe bessern, sodass die Borussia als logischer Kandidat erscheint. Konkurrenz gibt es jedoch von der Insel: der FC Everton soll schon sein Interesse bekundet haben. Auch ein Verkauf wäre für Manchester United denkbar, falls im Sommer eine hochwertige Lösung für das Mittelfeld verpflichtet werden könnte. Fosu-Mensah wäre jedoch erst für eine relativ hohe Ablöse zu haben. Immerhin gilt der niederländische U21-Nationalspieler als extrem vielseitig, er kann auf nahezu allen Positionen in der Defensive eingesetzt werden. Einerseits kann er mit seiner Übersicht und der Ruhe am Ball ein Spiel dominieren. Andererseits kann er mit seiner Physis, seinem Antritt und sauberen Tacklings den modernen Innenverteidiger geben. Verbesserungsmöglichkeiten hat er vor allem im Offensivspiel, zum Beispiel beim Abschluss.

Mink Peeters – der niederländische Guti

Der junge Niederländer ist derzeit im Jugendbereich von Real Madrid aktiv. Die Vertragssituation des 18-jährigen Linksaußen lassen Spielraum für Spekulationen, im Sommer 2018 könnte er ablösefrei wechseln. Laut seinem Vater bieten sich zwei Optionen im Sommer: verlängern und nächstes Jahr bei der 2. Mannschaft spielen, oder zu einem neuen Verein wechseln. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass bewusst Druck von außen auf Real Madrid ausgeübt wird. Möglicherweise wird auf einen möglichst attraktiven Vertrag spekuliert. Borussia Mönchengladbach wird neben einer Reihe von Interessenten genannt, sodass bei der Entscheidung zu einem Wechsel ein Zuschlag unwahrscheinlich erscheint. Zudem eilt dem niederländischen Talent ein Ruf nach, der schon vor knapp neun Jahren aufgebaut wurde: schon 2008 wurde er als Perle des niederländischen Fußballs bezeichnet. Peeters bezeichnet sich selbst als einen schnellen Linksaußen, der schwer vom Ball zu trennen ist und über eine ordentliche Übersicht verfügt. In Spanien wird er häufiger mit Real-Legende Guti verglichen.

Stolzer Blick zurück

Die Kritik der Verantwortlichen im Winter ist noch nicht verklungen, die vor allem die Führungsspieler traf. Dieter Hecking formulierte es im Gespräch mit Radio 90,1 deutlich:“im Sommer wird es die ein oder andere Veränderung geben.“ Natürlich werden wieder gestandene Profis zur Borussia wechseln, um den Kader in der Spitze zu verstärken. Die Talente passen in das Konzept der letzten Jahre, in dem sich jüngere Spieler über die 2. Mannschaft für die Profi-Mannschaft empfehlen. Es muss als eine Auszeichnung betrachtet werden, dass die Namen solcher Nachwuchstalente mit Borussia in Verbindung gebracht werden. Das honoriert den Weg, der in den letzten Jahren in Gladbach gegangen wurde und weitergeführt wird. Wer erinnert sich nicht an den ersten Auftritt von Mahmoud Dahoud? Wie stolz waren die Fans als László Bénes die Borussia zum Sieg schoss? Das ist der Stolz, den viele Anhänger selbst dann noch spüren, wenn sie längst für einen anderen Verein aktiv sind, wie bei Arsenal London oder beim FC Barcelona.

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