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Kein Ende mit den Gerüchten um Max Eberl

Seit dem letzten Sommer wird man immer wieder mit Gerüchten konfrontiert. Max Eberl soll zur kommenden Saison die Stelle des Sportdirektors beim FC Bayern ausfüllen. Dementis von Funktionären beider Vereine werden konsequent entwertet, während die Medien exklusiv informiert sein wollen. Zugegeben ein Wechsel von Max Eberl zum FC Bayern erscheint schlüssig, jedoch ist die aktuelle Berichterstattung in keinster Weise zielführend.

Erst am letzten Wochenende musste sich der Sportsender Sky bei der Vereinsführung von Bayer Leverkusen entschuldigen. Die Entlassung von Trainer Roger Schmidt sollte schon beschlossene Sache gewesen sein. Die Reaktion: Bayer Leverkusen boykottierte Interview-Wünsche des Senders vor der Begegnung mit Eintracht Frankfurt. Ähnliches hatte sich auch bei Borussia Mönchengladbach abgespielt, als vor allem die BILD-Zeitung über Monate über eine Ablösung von André Schubert berichtete. Sportdirektor Max Eberl hatte damals keinerlei Verständnis für die Diskussion um den Trainer und bezeichnete diese als pervers. Das dient nur als Eindruck wie die Medien ticken.

Die Gerüchte beginnen

Jetzt muss der Sportdirektor erleben wie seine Person im Fokus steht. Seit mehreren Monaten bestehen nun die Gerüchte um einen Wechsel zum FC Bayern München. Schon im Trainingslager des vergangenen Sommers soll es ein Treffen zwischen Gladbachs Präsidium und Uli Hoeneß gegeben haben. Zum damaligen Zeitpunkt wurde dem Treffen jedoch weniger Beachtung geschenkt. Erst Monate später beim Aufeinandertreffen mit dem FC Barcelona im Camp Nou brodelte die Gerüchteküche gewaltig, als Max Eberl während der Vorberichterstattung ziemlich unsouverän auf die Fragen der Sky-Reporter reagierte. Das Thema FC Bayern wolle er ganz weit wegschieben, weil es keinen offiziellen Hintergrund hat.

Eine Woche später erklärte Max Eberl in der Westdeutschen Zeitung in einem Interview, dass es das Thema FC Bayern München nicht gibt – es folgten noch mehrere Interviews dieser Art. Im neuen Jahr sollten die Gerüchte nochmals aufgewärmt werden. Beim Besuch im ZDF Sportstudio wurde Eberl wiederholt zu seiner Beziehung zum FC Bayern bzw. Uli Hoeneß befragt. Jochen Breyer trieb die Fragerei dermaßen an die Spitze, weil dieser wiederholt nachstochern musste. Eberl schien sich in dieser Situation nicht wohlzufühlen, als Zuschauer konnte man mit Fremdscham erfüllt sein.

Gibt es eine Austiegsklausel?

Während des Gastspiels in Bremen gab der Sportdirektor zu Protokoll, dass er keine Ausstiegsklausel für den FC Bayern habe. Dies widerspricht den Berichten vom Merkur und dem Express. Auch Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern, gab nach dem Bundesligaspiel beim FC Ingolstadt eine interessante Aussage zu Protokoll: „Ich überlasse das Feld den Medien. Ich befürchte nur am Ende des Tages liegt ihr alle völlig falsch.“ Eigentlich könnte man meinen, dass damit den Gerüchten den Wind aus den Segeln genommen wird. Die Aussage von Hans Meyer im Doppelpass auf Sport1 darf gar nicht zu hoch bewertet werden. Beim Vorstandsmitglied musste man schon immer genau zuhören und verstehen, weil dieser gerne mit den Medien spielt.

Natürlich existieren logische Zusammenhänge, die einen Wechsel von Max Eberl zum FC Bayern München erklären könnten. Die Bayern-Vergangenheit, die Freundschaft zu Uli Hoeneß und die erfolgreiche Arbeit des Sportdirektors machen ihn natürlich zu einer interessanten Personalie. Der FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach pflegen eine enge Beziehung. Spätestens mit der emotionalen Laudatio von Uli Hoeneß auf Jupp Heynckes bei der Verleihung des Ehrenrings der Stadt Mönchengladbach bekam man diesen Eindruck. Beide Parteien werden sich nicht gegenseitig ausspielen, sie sehen die Medien eher als Mittel zum Zweck. Die internen Vorgänge werden sowieso nie öffentlich mitgeteilt.

Borussia ist eine Herzensangelegenheit

Die Medien sehen Max Eberl im kommenden Sommer beim FC Bayern. Die Funktionäre scheinen mit der öffentlichen Diskussion weniger anfangen zu können. Letzten Endes muss jeder für sich selbst entscheiden, wem man mehr Glauben schenkt. Es wäre überraschend, wenn Max Eberl bei all den Aussagen der letzten Monate den Verein frühzeitig verlassen würde, bei einem Vertrag bis 2020. Borussia Mönchengladbach ist inzwischen eine Herzensangelegenheit geworden, mit insgesamt 18 Jahren im Verein. Es erfüllt Eberl mit Stolz für Borussia arbeiten zu dürfen und etwas aufgebaut zu haben. Der Traum einen Titel mit Gladbach zu gewinnen, den darf er sich gerne bei uns erfüllen. Das sollte schließlich noch etwas auf sich warten lassen.

Ein Kommentar

  1. Fohlen

    Ich hoffe, dass Max Eberl klug genug ist, zu sehen, dass er bei Borussia zu weiten Teilen wohl eher „das Sagen“ hat als bei den Bayern, wo ihm immer noch die Herren Hoeneß und Rummenigge in die Parade fahren können. Ich weiß nicht, ob er das wirklich so möchte… Es wäre zu hoffen, dass er das auch so sieht und sich nicht vom Glanz des Geldes locken lässt (sei es nun Geld für Spieler-Einkäufe oder das Geld auf seinem eigenen Konto). Ich kann mir ebenfalls nicht vorstellen, dass Eberls Vertrag bei Borussia so schlecht dotiert sein kann..

    Herr Eberl, bitte bleiben Sie und helfen Sie mit, dass Sie sich Ihren Traum von einem Titel bei Gladbach erfüllen können! So ein Titel ist zumindest ideell weitaus mehr wert als bei den Bayern…

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