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Mehr Enttäuschungen beim Test der B-Elf

Das Testspiel sollte Spielern ohne Einsatzzeiten ermöglichen in den Spielrhythmus zu kommen. Der VfL Bochum konnte aufdecken, dass die zweite Reihe der Borussia noch Probleme hat, die sie bewältigen muss. Das 1:4 spricht eine deutliche Sprache, auch wenn es Lichtblicke in der Mannschaft gab. Das Endresultat will nicht so ganz zum Gezeigten passen. Dem Gegner wurde es einfach nur in den entscheidenden Situationen zu leicht gemacht.

Man muss sich erst mal wieder daran gewöhnen, dass zwei Spiele der Borussia in einer Woche stattfinden. Damit wurden quasi schon mit dem heutigen Testspiel gegen den VfL Bochum die englischen Wochen eingeläutet. Es ist zu hoffen, dass die kommenden Aufgaben mit einer höheren Konzentration angegangen werden. Die aufgetretenen Fehler vor den Gegentoren sollten sich in der Bundesliga in der Form nicht wiederholen. Hervorzuheben sind die Abstimmungsprobleme zwischen Sippel und Kolodziejczak, die erst das 0:2 verursachten. Auch die Inkonsequenz und Schläfrigkeit in verschiedenen Situationen haben den Bochumern ein leichtes Spiel beim 0:1 und 0:4 ermöglicht. Das dritte Gegentor im Spiel fiel durch einen katastrophalen Fehlpass Yeboahs.

Die wenigen Lichtblicke

Erneut ist es Bénes, der zu überzeugen wusste. Erst vor wenigen Wochen beim Telekom Cup konnte er einen ersten Eindruck hinterlassen. Im Testspiel fiel er erneut mit präzisen Pässen auf und leistete sich keinen gravierenden Fehler – einzig die Ecken wurden zu tief und die Freistöße zu hoch gespielt. Dennoch ist das Potenzial des slowakischen Talents unübersehbar. Neben ihm im defensiven Mittelfeld konnte Ndenge eine ähnlich souveräne Leistung zeigen, war aber weniger auffällig als der Slowake.

Gestandene Kräfte wie Johnson und Schulz konnten auf der linken Seite einige gefährliche Angriffe vortragen. Zumeist endeten diese jedoch damit, dass kein Abnehmer in der Mitte gefunden wurde. Wenn jedoch Drmic oder Hahn involviert waren, konnten gefährliche Abschlüsse in Richtung des Bochumer Tors abgegeben werden. Hahn blieb wie im gesamten Spiel auch im Abschluss unglücklich. Drmic beteiligte sich viel mehr im Passspiel, wobei in vielen Szenen der entscheidende Schritt des Mitspielers fehlte, um den Angriff abzuschließen.

Warten auf Kolodziejczak

Hätte es die Abstimmungsprobleme zwischen Sippel und Winter-Neuzugang Kolo nicht gegeben, wäre der Franzose nur durch seine Präsenz in den Zweikämpfen und Präzision im Aufbauspiel aufgefallen. Somit blieb nicht nur die positiven Eindrücke. Nach dem Spiel deutete Dieter Hecking an, dass Kolodziejczak nach seiner Grippe noch nicht bei 100% sein kann. Man müsse noch Geduld zeigen, da er sich noch vollständig akklimatisieren muss. Der Trainer bewertet diesen Test nicht über, hat jedoch kaum Argumente geliefert bekommen irgendetwas an der Startelf für die Bundesliga ändern zu müssen. Insgesamt blieben einige hinter den persönlichen Erwartungen zurück.

Borussia: Sippel – Korb, Rütten, Kolodziejczak, N. Schulz – Ndenge (70. Lieder), Bénes – Johnson, Hahn (82. Feigenspan) – Drmic, Simakala (46. Yeboah)

Tore: 0:1 Wydra (22.), 0:2 Pavlidis (40.), 0:3 Bapoh (72.), 0:4 Bapoh (83.), 1:4 Yeboah (86.)

Ein Kommentar

  1. Frank

    Ja, das Ergebnis ist erstmal das was steht und das ist eindeutig zu wenig,auch wenn man das Ergebnis auf Grund der Mannschaftszusammenstellung nicht überbewerten sollte.
    Ich habe das Spiel zwar nur in Ausschnitten gesehen aber in Bezug auf Kolo kann ich nur hoffen dass da einen eindeutige Steigerung kommen wird. Aktuell macht der Spieler keinen guten Eindruck. Zumindest nicht so wir er von unserem H.Eberl angepriesen wurde. Aklimatisation hin oder her, die ganze Körpersprache wirft bei mir eher Zweifel auf ob dieser Spieler zukünftig eine „echte „Verstärkung für die Innenverteidigung sein soll. Ich bin sehr überasscht was man bisher von ihm gesehen hat. Ich erinnere hier nochmal an die Worte von H.Eberl: ein Typ“ Schweinhund „… der Erfolg kann und Erfolgshungrig ist…und spielerisch zu gefallen weiss…
    Auf mich wirkt er sehr unsicher und wackelig… wie gesagt ich hoffe für alle Beteiligten dass dieser Eindruck nicht von Dauer ist und wirklich nur der mangelnden Spielpraxis und dem „neuen “ Umfeld geschuldet ist.
    Die Zeit wird es zeigen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Frank

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