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Was soll der Hass? Bleibt mal entspannt!

Manchmal kann man die mahnenden Worte verstehen: Wir wissen, wo wir herkommen. Nach dem Rücktritt von Favre übernimmt Eberl die Aufgabe immer wieder zu mahnen. Das hat schon Substanz, vor allem wenn man erlebt was in den Foren und sozialen Netzwerken passiert. Es ist eine Erwartungshaltung entstanden, die die Mannschaft nicht erfüllen kann. Die Unterstützung nimmt in einer schwierigen Phase immer mehr ab, während Wut und Hass zunehmen. Panik macht sich unter den Anhängern breit. Abstieg und 2. Bundesliga? Bleibt mal entspannt!

Borussia Mönchengladbach strahlt im Verhältnis zu den letzten Ergebnissen eine enorme Ruhe aus. Dafür wird es in den Meetings mit Sicherheit intensive Gespräche gegeben haben. Die sportliche Situation wird richtig eingeordnet und man erarbeitet Lösungsmöglichkeiten. Zum Glück lässt man sich nicht irritieren. Die Berichterstattung der Medien prallt ab und kritische Töne bei Interviews bleiben aus. Man hat im Vergleich zur Vergangenheit dazugelernt. In einer Zeit, wo Borussia zum Kaufhaus des Westens wurde, konnte man fast täglich Aussagen der Funktionäre in der Zeitung lesen.

Verschwörungstheorien

Umso mehr erstaunt es, dass es Menschen gibt, die die Ergebniskrise in der Bundesliga zum Aufstand gegen sämtliche Vereinsfunktionäre nutzen. In den letzten Wochen durfte man die wildesten Theorien lesen – Worst-Case-Szenarien, die zumeist widerlegt werden können. Man muss die Frage stellen: Was verleitet einen Fan dazu im eigenen Verein das Chaos sehen zu wollen? Es grenzt schon an die Vorgehensweise bei Verschwörungstheorien, wenn verschiedene Aussagen frei interpretiert und willkürlich verknüpft werden. Inwiefern ist das in der aktuellen Situation hilfreich ist, bleibt wohl offen.

Unterstützung nimmt ab

Die eher bescheidene Stimmung beim letzten Heimspiel spricht für sich. Die Mannschaft erspielt sich Chance um Chance. Es will kein zweiter Treffer fallen und die Unruhe auf den Rängen wird größer. Bei all der berechtigten Kritik, die vor allem Schubert trifft. Die Elf auf dem Platz muss unterstützt werden. Vor allem dann, wenn sie auf dem Platz kämpft und den Willen zeigt das Spiel für sich zu entscheiden. In den letzten drei Spielen hat man gesehen, dass es zwischen Trainer und Mannschaft keine Probleme gibt. Dann werden Krisenherde von Fans entfacht, wo man keine direkten Einblicke hat: in die internen Abläufe der Borussia.

Hass ist nicht zielführend

Es fehlt schlicht das Vertrauen. Die Krise wird zum Anlass genommen mit ungeliebten Personalien abzurechnen. Das hat zumeist wenig mit fundierter Kritik zu tun. Es wäre dann doch ratsam wie der Verein Ruhe zu bewahren. Man soll sich natürlich nicht entspannt zurücklehnen und fröhlich applaudieren. Vorschläge und Anregungen wie man aus diesem Tal herauskommt bringen viel mehr, als seinem Hass freien Lauf zu lassen. Natürlich wird sich die Einstellung vieler nicht ändern. Es reicht alleine schon darüber nachzudenken, inwiefern so ein Verhalten dem eigenen Verein hilft.

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