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Weiterentwicklung im Mittelfeld

Sportdirektor Max Eberl hat bei der Pressekonferenz um die Vertragsverlängerung von Raffael ein klares Statement zur weiteren Kaderplanung des Sommers abgegeben. Es wird keinen weiteren Transfer vermeldet werden, man halte sich aber wie immer eine Hintertür offen. Übersetzt heißt das für die Fans: Es wird nichts mehr passieren, außer ein Spieler verlässt unvorhergesehen den Verein. Das wiederum bedeutet, dass man im defensiven Mittelfeld auf eine große Anzahl von Talenten zurückgreifen kann, die von erfahrenen Kräften wie Kramer, Stindl oder Strobl geführt werden sollen.

Zuletzt wurde von Eberl immer wieder betont, dass man von den Talenten der zweiten Mannschaft erwartet, dass sie den nächsten Schritt machen. Deshalb hat man sich wohl dagegen entschieden einen weiteren Hochkaräter wie Fernandes vom FC Sion oder Tielemans vom RSC Anderlecht zu verpflichten. Dahoud hat in der letzten Saison gezeigt, dass man sich als junger, unerfahrener Spieler in die erste Mannschaft spielen kann. Inzwischen wird er mit dem FC Liverpool in Verbindung gebracht. Eine Verpflichtung ist jedoch erst für den nächsten Sommer geplant. Auch aus diesem Grund muss man sich schon jetzt Gedanken um die Zukunft machen, obwohl der Abgang von Xhaka noch gar nicht verdaut ist. Wer hätte die Perspektive in seine Fußstapfen zu treten?

Spieler mit Perspektive
László Bénes ist der neuste Perspektivspieler, der zunächst eine gewisse Eingewöhnungszeit brauchen wird. Er ist aber wohl derjenige, der das größte Potenzial zu bieten hat. Im Optimalfall könnte er nächstes Jahr in die Rolle von Dahoud schlüpfen. Moussa Sow ist ein wenig in Vergessenheit geraten. Der 19-jährige Schweizer spielte in der Regionalliga West eine starke Saison. Kreativität und Spielwitz machen ihn zu einer interessanten Option für das zentrale Mittelfeld. Schon in der Vorbereitung zur letzten Saison konnte er in Testspielen auf sich aufmerksam machen. Nach einer längeren Verletzung Ende letzten Jahres wird man auch hier den nächsten Sprung erwarten. Genauso konnte sich Tsiy William Ndenge in der Sommervorbereitung 2015 gegen den türkischen Verein Bursaspor mit zwei Aluminiumtreffern in den Mittelpunkt spielen. Zuletzt muss man noch Marvin Schulz nennen, der sogar in der letzten Saison Einsätze in der Champions League bekam.

Eberl und Schubert haben einen Kader zusammengestellt, der viele veranlagte Spieler beinhaltet, die ihr Glück zumeist in der Offensive suchen. Dagegen sind die Neuzugänge wie Kramer, Strobl und Vestergaard die defensive Absicherung für die unerfahrenen Talente. Es deutet ein wenig daraufhin, dass man die Dominanz von Xhaka auf zwei Spieler im Zentrum aufteilen möchte. So wurde zuletzt von Schubert von einem möglichen Spielsystem im 4-3-3 gesprochen. Es deutet viel daraufhin, dass man in der kommenden Saison einen weiteren Spieler neben Kramer und Dahoud im zentralen Mittelfeld sehen wird. Die Verantwortung von Xhaka wird auf dem Spielfeld auf mehrere Schultern verteilt.

Vorbereitet auf einen Abgang von Dahoud
Die Frage ist nun: Wer wird sich im Sommer durchsetzen können? Ndenge wird aufgrund der Teilnahme an der U19-Europameisterschaft erst spät zur Mannschaft stoßen. Schulz und Sow haben den Vorteil, dass sie das Umfeld schon kennen. Bénes wird sich schnell einleben müssen, um sofort angreifen zu können. Die Sommervorbereitung hat erst gerade begonnen, aber beim Kampf um die Positionen muss man schon von Beginn an vollen Einsatz zeigen. Im Fall der Fälle wird Dahoud zu ersetzen sein. Borussia wird wie immer den Talenten eine faire Chance geben, um die ausgerufene Vereinsphilosophie von Eberl fortzuführen. Es werden immer wieder neue Talente nachrücken, die das Bild der Borussia verändern werden.

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