Borussia reist als Tabellenachtzehnter zum FC St. Pauli. Was sich wie die aktuelle Realität anhört, war die sportlich prekäre Situation im Februar 2011: Nach der zuvor unfassbaren 2:3-Heimniederlage stand Trainer Michael Frontzeck mit dem Rücken zur Wand. Der Ur-Gladbacher war längst angezählt. Am Millerntor lief nichts zusammen, obwohl Igor de Camargo das Team früh in Führung gebracht hatte. Keine Viertelstunde später wurde ebendieser aufgrund einer Tätlichkeit vom Platz gestellt und die Gastgeber gewannen letztlich mit 3:1 – der vorläufige Tiefpunkt in einer bis zu diesem Zeitpunkt desaströsen Saison. Lediglich vier Spiele wurden gewonnen, 16 Punkte standen auf dem Konto. Dass damals die Relegation und das einmalige Favre-Wunder folgten, grenzt bis heute an Zauberei.