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Flutlichtspiel der U23 gegen Rot-Weiss Essen

Am Freitagabend war Rot-Weiss Essen im Grenzlandstadion zu Besuch, und durch knapp 600 mitgereiste Essener Anhänger auch ordentlich gefüllt. Mit großer Unterstützung sollte ein Sieg in der Fremde eingefahren werden. Der Tabellenführer der Regionalliga West, die 2. Mannschaft der Borussia, hatte berechtigte Einwände. Trotz einer spielerischen Überlegenheit reichten zwei individuelle Fehler aus, um die brisante Begegnung 1:2 zu verlieren.

Ein Flutlichtspiel sorgt immer für eine gewisse Anspannung, vor allem wenn die Gäste einige Fans mitbringen. Die Rot-Weiße Wand war zahlenmäßig überlegen, die zu jeder Zeit im Spiel zu hören war. Die Atmosphäre war schon besonders, die nur von gezündeten Feuerwerkskörpern gestört wurde. Es hinterlässt einen gewissen Eindruck, wenn Polizisten mit Hunden, sowie ein Überwachungswagen den Block der Essener Ultras im Blick halten. Durch das Abrennen von Pyrotechnik hatten diese Maßnahmen jedenfalls ihre Berechtigung.

Chancen nicht genutzt

U23-Trainer Arie van Lent fasste die Partie zusammen: „Das war so ein Spiel, in dem der Gegner seine Chancen genutzt hat und wir nicht.“ Es fehlte in den entscheidenden Situationen das Glück, als auch die Entschlossenheit im Abschluss. Etliche Großchancen wurden kläglich vergeben, während es den Essenern gelang die kleinen Fehler der Borussen auszunutzen. Die erste Unachtsamkeit geschah durch Mike Feigenspan, der im Strafraum zu spät in den Zweikampf kam und den Essener Gegenspieler zu Fall brachte. Der daraus folgende Elfmeter wurde souverän verwandelt. Ein früher Rückstand, der von der insgesamt jungen Mannschaft schnell weggesteckt werden konnte.

Kwame Yeboah hätte im Anschluss den Ball im Tor unterbringen müssen, als er alleine auf das Tor der Essener zulief. Der unplatzierte Schuss konnte ohne weiteres vom Gästekeeper pariert werden. Die Mannschaft von Arie van Lent blieb am Drücker und hatte vor allem nach Flanken in den Strafraum gefährliche Torszenen. Die Mühen der Gladbacher wurden schließlich belohnt: ein Fernschuss von Kapitän Oliver Stang flog aus knapp 25 Metern flach ins Eck – der verdiente Ausgleich! Danach war es erneut Yeboah, der für eine gefährliche Situation sorgte. Die Hereingabe des Australiers wurde jedoch von Djibril Sow über das Tor geköpft. Auch die Gäste wurden in den Schlussminuten der ersten Halbzeit nochmal aktiv, sodass sich Torhüter Tim-Oliver Hiemer zwei mal auszeichnen musste.

Schwache zweite Halbzeit

Die Borussia wirkte nach der Halbzeit nicht mehr so konzentriert. Es kam zu einigen Abspielfehlern, auch die wenigen Torchancen wurden kläglich vergeben. Es musste so kommen: ein Kopfballtor nach einem Freistoß sorgte wie aus dem Nichts für die Entscheidung des Spiels. Ex-Borusse Marcel Platzek brachte den Ball über die Linie, die erneute Führung für die Gäste. Im Anschluss wurde das Spiel der immer fahriger, es gelang nicht mehr viel, auch weil die Essener gut standen. Feigenspan trat bei einer der besten Chancen noch neben den Ball, Yeboah versuchte es mit einem Schlenzer, der vom Keeper der Gäste abgewehrt werden konnte. Das Ergebnis konnte nicht mehr beeinflusst werden, sodass am Ende eine Heimniederlage für den Tabellenführer feststand.

Borussia: Hiemer – Egbo, Stang, Rütten, Komenda – Brandenburger, Benes – Kraus (64. Simakala), Feigenspan – Sow (84. Eckert), Yeboah (81. Makridis).

Tore: 0:1 Bauer (Foulelfmeter, 2.), 1:1 Stang (27.), 1:2 Platzek (59.)

Über den Link kann ein detaillierter Bericht zu den Eindrücken der einzelnen Spieler heruntergeladen werden: detaillierte Spieleranalyse herunterladen.

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