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Borussia spricht französisch

Der französische Fußball befindet sich in einer Renaissance, spätestens mit der Europameisterschaft 2016 im eigenen Land war die Grand Nation im Weltfußball zurückgekehrt. Das spiegelt die Entwicklung im französischen Vereinsfußball wider: Paris Saint-Germain, AS Monaco und Olympique Lyon sind die wohl aktuell größten Vertreter in Europa. Der Grund sind nicht nur die Investoren, sondern auch die verbesserte Nachwuchsförderung. Top-Ausgebildete Talente werden zu hohen Preisen veräußert, um sich stetig weiterzuentwickeln. Ein Modell, welches längst von vielen praktiziert wird, auch Borussia Mönchengladbach setzt darauf.

Speziell der AS Monaco, auch Olympique Lyon, setzen auf eine Vielzahl von hochbegabten, jungen Fußballern und erreichen damit überraschend die Halbfinals in den teilnehmenden Europapokal-Wettbewerben. Es sind zumeist junge Franzosen, die im Vordergrund stehen, zumeist stammen sie aus der eigenen Jugend. Die schillerndsten Figuren sind der 18-jährige Monegasse Kylian Mbappé und der heiß-gejagte Goalgetter Alexandre Lacazette aus Lyon. Die beiden werden heiß gehandelt, es werden teilweise äußerst hohe Ablöseforderungen in den Medien vermeldet.

Frankreich zieht wieder an, nachdem die Generation um die Weltmeister von 1998 schon vor Jahren die Fußballschuhe an die Wand genagelt hatte. Aktuell bildet sich eine neue erfolgsversprechende Generation um Paul Pogba. Es erklärt sich von selbst, dass die Preise für französisch hoch-talentierte Spieler in der Zukunft ansteigen werden.

Schweizer, Afrikaner, Belgier sprechen …

Die Transfers von Mamadou Doucouré und Mickael Cuisance, der schon einen Leistungstest absolviert haben soll, hinterlassen den Eindruck, dass der Jugendwahn in Frankreich wahrgenommen wurde. Die Kombination aus physischer Stärke und der technisch/taktischen Ausbildung macht französische Jugendspieler äußerst attraktiv, ähnliches wird über in Belgien ausgebildete Spieler gesagt.
Mirza Mustafic sollte in diesem Zusammenhang auch erwähnt werden. Der Mittelfeldspieler mit bosnischen Wurzeln ist aktuell im Jugendbereich der Borussia aktiv, lernte zuvor über Jahre beim französischen FC Metz das Fußballspielen.

Auf dem Trainingsplatz könnte demnächst deutlich mehr französisch gesprochen werden, denn mit Sommer, Hazard, Stindl, Sow, Simakala, Ndenge, Traoré und Kolodziejczak beherrschen ohnehin schon diese Sprache, bald könnten mehr dazukommen. Doucouré wird nach seiner Verletzung zur neuen Saison zurückkehren, der Transfer von Cuisance scheint vor dem Abschluss zu sein, und Mustafic könnte einen Profivertrag angeboten bekommen. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass die Borussia eine neue Amtssprache im Verein einführt. Deutsch sprechen sie zumeist von Kindesbeinen an, oder sie lernen es nach ihrem Wechsel in die Bundesliga.

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