Gerüchteküche, Spielerbericht

Denis Zakaria – einer für die Borussia?

In meinem letzten Beitrag hatte ich eventuelle Überraschungen von Max Eberl andeuten lassen. Nach einem Abgang von Xhaka muss nicht unbedingt ein Spieler zur Borussia wechseln, der schon in den Medien kursiert. Seit längerem kreist ein Name durch die Foren, der bislang auch nur als Fan-Wunsch gilt. Denis Zakaria(19) von Young Boys Bern, der sein erstes Jahr in der Schweizer Super League hinter sich hat. Ich habe mir mal seine Vita angesehen und mich über seine Fähigkeiten erkundet.

Durchlaufen der Jugendmannschaften von Servette FC
Sein Vater stammt aus der Demokratischen Republik Kongo, seine Mutter aus dem Sudan. Er entdeckte früh seine Leidenschaft zum Fußball und wurde frühzeitig von Servette FC entdeckt. Er wurde in die Nachwuchsabteilung integriert und durchlief etliche Jugendmannschaften. Im August 2014 stieg er bis zur U21 von Genf in die fünfthöchste Spielklasse auf – mit gerade einmal 17 Jahren. Dies hat er wohl neben seinen starken Fähigkeiten auch seinem Körperbau zu verdanken. Aufgrund seiner Größe wurde er nämlich vom Stürmer zum Innenverteidiger umgeschult. Der Schweizer Verband wurde auf ihm aufmerksam und nominierte ihn im September 2014 für die U19-Nationalmannschaft.

Dennis Zakaria

Debüt in der Challenge League
Mehrere Wochen nach seiner Nominierung für die Schweiz kam er nun für die Profi-Mannschaft von Servette FC infrage. Seinen ersten Einsatz erhielt er im November 2014. Ein riesiger Schritt für den noch 17-jährigen Zakaria. Erst im Mai 2015 setzte er sich mit inzwischen in der Offensive von Genf durch. Inzwischen volljährig geworden, waren auch einige Clubs aus der Schweizer Super League auf ihn aufmerksam geworden. Am 26. Juni 2015 wurde er schließlich von Young Boys Bern verpflichtet.

Die erste Saison bei Young Boys Bern
Seine Entwicklung schritt weiter voran. Es ist schon erstaunlich, dass er bei dieser wichtigen Rolle im modernen Fußball sich direkt durchsetzen konnte. Im defensiven Mittelfeld zieht er bei Young Boys Bern die Fäden in der Offensive, ist aber gleichzeitig in der Defensive präsent. Sein Trainer hat ihn anhand seiner Fähigkeiten das Vertrauen geschenkt und wurde belohnt. Er spielt nun wesentlich defensiver als er es noch bei Servette tat. Er fällt mit seinen Spielmacherqualitäten auf, seiner eleganten Ballführung, zeigt aber auch Zweikampfstärke. Eigenschaften, die man in der Zentrale aufweisen muss. Damit ist er seinem Idol Patrick Viera schon näher gekommen.

Schweizer Nationalmannschaft
Die Schweizer Nationalmannschaft hat ihn über die Monate hinweg genau beobachtet. Sein Debüt für die U21-Nationalmannschaft feierte er im September 2015 mit 18 Jahren, knapp ein Jahr nach seinem ersten Einsatz für die U19. Inzwischen ist auch bekannt, dass er im vorläufigen Kader der Europameisterschaft 2016 steht. Eine Geschichte, die man sich eigentlich nicht ausdenken kann.

Wieso ist er ein Spieler für die Borussia?
Seine Stärken beeindrucken schon in diesem jungen Alter. Es würde mich wundern, wenn Eberl ihn nicht auf seinem Zettel stehen haben würde. Auch wenn Sportchef Bickel von Young Boys Bern davon spricht, dass man ihn nicht abgeben möchte, so locken doch einige interessante Vereine. Das wäre für mich der typische Überraschungs-Transfer, den unser Sportdirektor mit einem schelmischen Grinsen vor der Europameisterschaft vollziehen könnte. Erneut ein talentierter Spieler, der bei Borussia reifen könnte.

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