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Ein Schweizer für die Borussia – schon wieder?

Im letzten Sommer soll Denis Zakaria intensiv beobachtet worden sein, immerhin ist der rasante Aufstieg des begabten Schweizers äußerst beeindruckend. In der Schweiz gilt er als das größte Talent des Landes, der Schritt ins Ausland soll überfällig sein. Borussia Mönchengladbach soll laut einem Bericht der Sport Bild nun kurz vor einer Verpflichtung des 20-jährigen zentralen Mittelfeldspielers stehen.

Denis Zakaria durchlebt eine rasante Entwicklung, dennoch wirkt er in Gesprächen überlegt und ruhig, nicht abgehoben. Innerhalb eines Jahres schaffte der 20-jährige Schweizer den Sprung von der 2. Liga in den EM-Kader seiner Nation. Das hat das Interesse der Borussia im letzten Sommer geweckt, jedoch wurden Christoph Kramer und László Bénes für seine Position geholt. Jetzt sollen die Bemühungen um den Mittelfeldspieler konkreter geworden sein, eine Ablösesumme von rund zehn Millionen Euro steht im Raum. Damit wäre der Abgang von Mahmoud Dahoud zu Borussia Dortmund höchstwahrscheinlich aufgefangen, Sportdirektor Max Eberl würde einen vielversprechenden Nachfolger zur Borussia holen. Die beiden Talente können dabei gar nicht unterschiedlicher sein, obwohl sie auf dem Papier auf der gleichen Position spielen – beide bieten auf ihre Art und Weise eine gewisse Qualität an.

Zakaria passt zur Borussia

Nach dem Durchbruch konnte er in dieser Saison seinen Stammplatz in Bern behaupten und wichtige Erfahrung in der Europa League sammeln. Die Euphorie um das hochbegabte Talent wurde gebremst, die Young Boys aus Bern können ihm kaum mehr anbieten. Der Schritt ins Ausland ist im Grunde nur noch eine Frage der Zeit. Zakaria muss den Sprung aus der Schweiz heraus wagen, um sich persönlich weiterentwickeln zu können. Er wird Spielpraxis auf einem höheren Niveau haben wollen, sodass europäische Top-Klubs zunächst als Ziele ausgeschlossen sein sollten. Borussia Mönchengladbach wäre eine Adresse, die in den Überlegungen des Schweizers eine Rolle spielen sollten. Zunächst punktet der Verein mit der eigenen Philosophie, der Verein ist inzwischen für viele europäische Talente attraktiv geworden. Außerdem ist die Borussia das Auffangbecken für talentierte Schweizer geworden, siehe Granit Xhaka, Nico Elvedi und Djibril Sow. Alleine die beeindruckende Entwicklung von Granit Xhaka sollte ausreichend beeindrucken.

Mit Denis Zakaria würde das zentrale Mittelfeld der Borussia flexibler werden. Der talentierte Mittelfeldspieler wird häufiger mit dem ehemaligen französischen Nationalspieler Patrick Viera verglichen. Zum einen liegt es an der Statur und Athletik des Schweizers, andererseits daran wie er seine Rolle auf dem Spielfeld versteht. Er erobert viele Bälle, gewinnt Zweikämpfe und treibt das Umschaltspiel der Young Boys voran. Zakaria ist im Begriff ein kompletter Box-to-Box-Spieler zu werden, er strahlt schon jetzt in beiden Strafräumen Dominanz aus. Dabei ist er für weniger Spektakel bekannt – waghalsige Dribblings, extreme Torgefahr und gefährliche Kopfbälle gehören nicht zu seinem Repertoire. Er besinnt sich auf seine Stärken: das eigene Spiel zu lenken und das des Gegners zu unterbinden. Die Fähigkeiten des Schweizers würden sich vor allem mit denen von Christoph Kramer und Tobias Strobl ergänzen, László Bénes hätte noch Qualitäten im Offensivspiel im Angebot.

Die optimale Lösung

Borussia Mönchengladbach würde für eine ungefähre Ablösesumme von rund zehn Millionen Euro ein vielversprechendes Talent bekommen. Der Kader würde mit einem Schlag Qualität hinzugewinnen, ein Stratege wurde in dieser Saison bislang schmerzlich vermisst. Mahmoud Dahoud konnte den Ansprüchen nicht gerecht werden die kreative Lücke nach dem Abgang von Granit Xhaka zu schließen. Denis Zakaria soll jetzt schon weiter sein als es damals Granit Xhaka bei seinem Wechsel zur Borussia war. Max Eberl würde in beeindruckender Weise wie versprochen an der bekannten Transferphilosophie festhalten, junge, entwicklungsfähige Spieler zu verpflichten, um diese nach Jahren teuer weiterzuverkaufen. Eine erhoffte größere Lösung bleibt wohl erst mal ausgeschlossen.

Interesse geweckt? In diesem Artikel des letzen Jahres wird nochmal genauer auf den Karriereverlauf von Denis Zakaria eingegangen.

Ein Kommentar

  1. Tim

    Naja. Einerseits „optimale Lösung“, andererseits soll die „erhoffte größere Lösung“ ausbleiben. Viel Sinn macht das Geschreibsel hier nicht.

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