Denis Zakaria blüht unter Marco Rose auf

Denis Zakaria gehört zu den Shootingstars dieser frühen Saison. In seinem dritten Jahr bei der Borussia scheint er den endgültigen Durchbruch geschafft zu haben, und das scheint auch mit dem neuen Ansatz von Marco Rose zusammenzuhängen.

Nach einem schwierigen Jahr, indem er nie so wirklich ins neue 4-3-3-Spielsystem von Dieter Hecking gefunden hat, scheint er nun ganz in seiner neuen Rolle auf der ‚6‘ aufzugehen. Der Schweizer war noch nie überragend im Spielaufbau, seine Stärken spielt er vor allem dann aus wenn die gegnerische Mannschaft in Ballbesitz ist. In seinem Positionsspiel hat er in dieser Saison nochmal deutlich zugelegt, sodass es nicht mehr so wirkt als würde er planlos Lücken zulaufen. Dann braucht er nur noch seinen Körper einzusetzen, mit dem er schon immer umzugehen wusste.

In vielen Bereichen zugelegt

Er ließ es in der Vergangenheit bereits aufblitzen, dass er mit dem Ball am Fuß in gefährliche, temporeiche Dribblings gehen kann. Marco Rose scheint dieses Potential erkannt zu haben, denn der Schweizer zählt derzeit zu den dribbelstärksten Spielern im Kader. Hinzukommt, dass der 22-jährige eine Torgefahr entwickelt hat, die er bislang noch nicht hatte. Der Lattentreffer im Rheinderby offenbart, dass er auch in diesem Bereich zugelegt hat, denn Fernschüsse gehörten bislang kaum zu seinem Repertoire.

Ein Blick auf die Daten bestätigen diesen Eindruck: Zakaria ist die absolute Konstante in der Defensive der Borussia. Inwiefern er sich selbst stark weiterentwickelt hat, oder ob es am neuen Ansatz von Marco Rose liegt, lässt sich nicht final aufschlüsseln. Feststeht: er gewinnt vor Christoph Kramer meisten Tacklings(20) im Kader. In dieser Spielzeit gelang es dem Schweizer insgesamt 25 Pässe abzufangen oder zu blocken, bevor sich beim gegnerischen Spieler ankommen konnten. Dieser Spitzenwert deutet daraufhin, dass er den aktiven Fußball verinnerlicht, den er schon unter SGE-Trainer Adi Hütter in Bern erlebt hat.

Konstante in der Defensive

In der Vergangenheit wurde er aufgrund seiner Statur und Spielweise mit Frankreichs ehemaligen Mittelfeld-Motor Patrick Vieira verglichen. Das kommt schon irgendwie hin, jedoch ist Zakaria noch längst nicht so komplett wie es der Franzose war. Im Spielaufbau, als auch im direkten Passspiel muss er noch zulegen. Denn bislang ist er eher der reagierende Spieler, weniger derjenige, der das Spiel der eigenen Mannschaft vorantreibt und den öffnenden Pass spielt. Wenn er diesen entscheidenden Schritt noch macht, dann ist er sicher einer für Top-Clubs in ganz Europa. Dafür muss er aber auch erst einmal diese Saison erfolgreich über die Bühne bringen.

 

 

 

 

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