Der Borussia fehlt etwas

Es hat nicht sollen sein, wieder einmal. Die Borussia verliert unglücklich, aber auch nicht unverdient gegen Bayer Leverkusen. Die Mannschaft von Marco Rose muss sich erneut einem direkten Konkurrenten um die europäischen Spitzenplätze geschlagen geben. Dabei waren die Umstände zur 1:3-Niederlage ungewöhnlich, denn auch der Schiedsrichter hatte wieder einmal Einfluss auf den Verlauf der Partie genommen.

Der Knackpunkt im Spiel

Aleksander Dragovic versuchte Marcus Thuram durch mehrfaches Halten im Strafraum am Abschluss zu hindern. Fast im Gegenzug brachte Nico Elvedi Gegenspieler Karim Bellarabi im Strafraum zu Fall, nachdem dieser seinen Abschluss bereits neben das Tor abgesetzt hatte. Schiedsrichter Sören Storks entschied, auch nach Sichtung des Videomaterials, auf Strafstoß. Entgegen eines ungeschriebenen Gesetz unter Schiedsrichtern, das 2018 im Rheinderby noch gegen die Borussia ausgelegt wurde. Kai Havertz erzielte die 2:1-Führung für Leverkusen vom Elfmeterpunkt. Der Einfluss auf den weiteren Spielverlauf war nicht unerheblich.

Es hatte gedauert bis die Fohlen wieder zu sich fanden, der Schwung nach der Halbzeitpause war jedoch gänzlich verschwunden. Beste Torchancen konnten nicht mehr verwertet, das dritte Gegentor nicht mehr verhindert werden. Damit blieb der Mannschaft erneut ein Erfolg in einem direkten Duell um Top-Plätze verwehrt. In den entscheidenden Momenten scheinen immer wieder Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage zu entscheiden. Ebenfalls auffallend: Schiedsrichter haben dabei meist mindestens eine Nebenrolle inne.

Einfluss durch Schiedsrichter hat Tradition

Am 8. Spieltag wurde Patrick Herrmann in Dortmund im Strafraum zu Fall gebracht. Damals hatte es keine Reaktion der Schiedsrichter gegeben. Am 15. Spieltag wurde in Wolfsburg ein Treffer gegeben, der nicht hätte gegeben werden dürfen. Nach dem Spiel folgte eine Entschuldigung durch den DFB. Am 20. Spieltag erhielt Alassane Plea in Leipzig die Gelb-Rote Karte, die weitreichend diskutiert wurde. Am 25. Spieltag kam Jonas Hofmann im Strafraum zu Fall, die Schiedsrichter entschieden weiterspielen zu lassen. Bei einer Gegenüberstellung der strittigen Szenen in dieser Spielzeit würde sicher herauskommen, dass die Borussia eher Pech hatte.

Das einmal beiseite. Marco Rose hat es in dieser Saison geschafft ein Team zu formen, die in der Lage ist spielerisch und taktisch auf höchstem Niveau mitzuhalten. Klar ist, dass die meisten Niederlagen nicht aus einer mangelnden Mannschaftsleistung resultieren , sondern oftmals durch fehlendes Glück. Mit neuen Spielern, einer neuen Ansprache, einem neuen Ansatz und der Corona-Krise wurde überraschend viel erreicht. Es fehlt gefühlt ein klitzekleiner Prozentpunkt, um ganz vorne mitzuspielen. Das trotz begrenzter finanzieller Mittel gegenüber der Konkurrenz. Die Borussia spielt nach wie vor eine überragende Saison, und sollte sich weiterhin auf das konzentrieren was sie beeinflussen kann: auf ihr eigenes Spiel. Eine Fußballweisheit sagt bekanntlich: „Alles gleicht sich irgendwann aus.“

 

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