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Bundesligadebüt eines vielversprechenden Talents

Der 19-jährige László Bénes kam im Sommer an den Niederrhein. Nach einer Verletzung musste er sich zunächst in der Regionalliga durchbeißen, und entwickelte sich in kürzester Zeit zum Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld. Jetzt konnte er nach zwei Kurzeinsätzen erste Duftmarken setzen. Der Slowake dürfte seine Chance auf den Durchbruch in der Bundesliga gesteigert haben.

László Bénes hat den nächsten wichtigen Schritt getan, um in der Fußball-Bundesliga Fuß zu fassen. Nach seinem Profi-Debüt im DFB Pokal konnte er im Heimspiel gegen den FC Bayern München die ersten Spielminuten in der Bundesliga absolvieren. Noch im September ließ er im Interview mit der Rheinischen Post durchblicken, dass er sich vor allem auf die Bayern freuen würde. Der junge Slowake hat sich das Vertrauen von Dieter Hecking verdient. Er ist der herausragende Mann bei der zweiten Mannschaften, der Stratege im Mittelfeld.

Enormer Entwicklungsfortschritt

Wenn er den Ball am Fuß hat, dann strahlt er eine enorme Ruhe aus, die den Mitspielern Sicherheit gibt. Mit seinem feinen linken Fuß bringt er (fast) jeden Pass zum Mitspieler, auch Diagonalbälle im Stile eines Xhakas kommen an. Dribblings sind bei ihm seltener zu sehen, weil er inzwischen das Spiel aus der Tiefe lenkt. Bei MSK Zilina wurde er meist auf der 10 eingesetzt, sodass ihm das temporeiche Spiel nicht fremd ist. Das lag auch an seiner Schwäche in der Defensivarbeit, er neigte zu unnötigen Fouls. Bei der Borussia konnte er in kürzester Zeit sein Zweikampfverhalten verbessern. Er schirmt die Bälle ab, zieht intelligent das Foulspiel und hat das perfekte Timing für die Grätsche.

In der Regionalliga-Mannschaft übernahm er schnell die Verantwortung bei Ecken und Freistößen. Einen Freistoß konnte er in Rödinghausen direkt verwandeln, hinzukommen zwei Torvorlagen nach ruhenden Bällen. An dieser Stelle ist sein feiner linker Fuß hervorzuheben, der in Kombination mit ruhenden Bällen irgendwie an Juan Arango erinnern lässt. Wenn er noch lernt den Ball aus großer Entfernung aufs Tor zu bringen, dann wäre der Vergleich zu 100% zutreffend. Bénes überzeugt dafür eher mit seiner Übersicht, er weiß wie er seine Mitspieler gezielt in Szene setzen muss. In der Regionalliga können seine Zuspiele nicht immer perfekt verarbeitet werden, es wäre spannend zu sehen wie er sich schlägt wenn seine Mitspieler technisch versierter sind.

Der Nachfolger für Dahoud?

Ein Abgang von Mo Dahoud könnte anscheinend intern aufgefangen werden, sofern dem talentierten Slowaken der nächste Schritt zugetraut wird. Eine denkbare Lösung für die kommende Saison wäre es, wenn er mit Christoph Kramer die Doppelsechs bildet. Sie würden sich ähnlich ergänzen wie das zweijährige Erfolgsduo Kramer und Xhaka. Der Slowake würde dem Weltmeister den Spielaufbau abnehmen, der bisher eher Schwierigkeiten damit hat. Es ist Bénes zu wünschen, dass er den Sprung in die Bundesliga packt. Wenn Bénes sich weiter so rasant entwickelt, dann könnte die Borussia bald viel Freude an ihm haben. Sein Ziel nach seinem Wechsel zur Borussia: sich schnellstmöglich in der Bundesliga durchsetzen. Das ist keine unrealistische Zielsetzung, zu wünschen wäre es ihm.

Ein Kommentar

  1. Silvio Horvath

    Hallo,
    du hast einen gutes Fußballwissen gepaart mit in die Wiege gelegtes Herz für den Fußball. Und einem gekonnten Händchen dies zu beschreiben in deinen Augen. Mach weiter so ! Dein Vater

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