Thorgan Hazard wird sich bald entscheiden müssen

Dortmund soll sich in Gesprächen mit Thorgan Hazard befinden, so war es die Tage zu lesen. Der Belgier, der sich seit Monaten in einer Top-Verfassung befindet, könnte den Verein im Sommer verlassen. Die Borussia hat die Möglichkeit eine beträchtliche, eine fast zu hohe, Ablöse einzufahren, sofern Hazard nicht verlängert. Max Eberl hat sich nach seiner Aussage zur Personalie in eine günstige Position im Poker manövriert.

Der Belgier hat seine Zeit gebraucht, um sich bei der Borussia durchzusetzen. Im Sommer 2014 wechselte er an den Niederrhein, zunächst noch ausgeliehen vom FC Chelsea, bis er dann ein Jahr später fest verpflichtet wurde. In einigen Kurzeinsätzen deutete er unter den Augen von Trainer Lucien Favre sein Potenzial an, kam aber noch nicht über den Status eines Reservisten hinaus. Erst unter André Schubert, und Patrick Herrmann bzw. André Hahn verletzt fehlten, rückte er in die Startelf. Der Durchbruch war geschafft. Er war aber noch längst nicht die tragende Säule im Spiel der Gladbacher Offensive, aber auf dem besten Weg dorthin.

Dieter Hecking hat ihn gefördert

In seiner dritten Saison in Mönchengladbach sollte nun endlich der Knoten platzen. Mit dem 1:0-Führungstreffer gegen den FC Barcelona in der Champions League schoss er sich nicht nur in die Geschichtsbücher, sondern auch in die Herzen vieler Fans. Er war endlich in der Lage sein volles Potenzial dauerhaft abzurufen, jedoch musste er gezwungen immer wieder kürzer treten. Den Belgier plagten immer wieder Knieprobleme. Dieter Hecking hätte nach seinem Amtsantritt gerne häufiger auf ‚Toto‘ zurückgreifen wollen, der sich früh schon als Fan und Förderer outete. Inzwischen ist Hazard ein fester Bestandteil der Fohlen-Offensive und aus den Planungen des Trainers nicht mehr wegzudenken. Auch wenn er erst seit dieser Hinrunde in absoluter Topform ist.

Das ist anderen Vereinen nicht verborgen geblieben: Thorgan Hazard soll sich derzeit in Gesprächen mit Borussia Dortmund befinden. Eine Ablösesumme von rund 42 Millionen Euro wurde genannt. Bei einem Jahr Vertrag wäre dies ein ausgesprochen fairer, beinahe zu hoher Preis. Die Frage ist jedoch, ob der Flügelstürmer sein Niveau der letzten Monate wird langfristig halten können? Keine Frage, er hat sich vor allem beim nach Hinten arbeiten stark verbessert – das würde einem Lucien Favre sicher sehr gefallen. Dennoch schimmern noch heute seine Schwächen der vergangenen Spielzeit durch, wo ihm noch entscheidende Prozentpunkte fehlten. Manchmal übersieht er besser postierte Mitspieler oder schließt zu überhastet ab, weil er nur auf den Ball blickt. Zudem ist sein Titel ‚Eisvogel‘ mehr als fraglich.

Der nächste Schritt wird kommen, aber wo?

Den Hinrunden-Hazard abzugeben würde definitiv schmerzen, dies steht außer Frage. In Dortmund sollte jedoch bekannt sein, dass mehr als ein halbes Jahr auf Topniveau kein Versprechen für die Zukunft ist – siehe beispielsweise bei Mahmoud Dahoud. Vor diesem Hintergrund steht Max Eberl in einer sehr guten Verhandlungsposition. Entweder verlängert Hazard, oder er verlässt den Verein für eine außerordentlich hohe Summe. Damit könnte ein Spieler der Marke ‚Alassane Plea‘ und mehr geholt werden können. Bei einem Verbleib in Mönchengladbach hätte der Belgier in (nahezu) jeder Verfassung einen Platz im Team – der Trainer vertraut ihm. In Dortmund wäre der Druck bei Schwächephasen umso größer. Jetzt liegt es an ihm zu entscheiden, wo er den nächsten Schritt machen möchte.

 

 

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