Borussia reist als Tabellenachtzehnter zum FC St. Pauli. Was sich wie die aktuelle Realität anhört, war die sportlich prekäre Situation im Februar 2011: Nach der zuvor unfassbaren 2:3-Heimniederlage stand Trainer Michael Frontzeck mit dem Rücken zur Wand. Der Ur-Gladbacher war längst angezählt. Am Millerntor lief nichts zusammen, obwohl Igor de Camargo das Team früh in Führung gebracht hatte. Keine Viertelstunde später wurde ebendieser aufgrund einer Tätlichkeit vom Platz gestellt und die Gastgeber gewannen letztlich mit 3:1 – der vorläufige Tiefpunkt in einer bis zu diesem Zeitpunkt desaströsen Saison. Lediglich vier Spiele wurden gewonnen, 16 Punkte standen auf dem Konto. Dass damals die Relegation und das einmalige Favre-Wunder folgten, grenzt bis heute an Zauberei.
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Fehleinschätzungen mit Folgen – bis heute
Den Fans von Borussia Mönchengladbach wird eine ausgeprägte Leidensfähigkeit und Vereinstreue nachgesagt. Ein Rückblick auf das Jahr 2025 würde vermutlich bei jedem Therapeuten im Gespräch zu dem Schluss führen, dass die zurückliegenden Monate tiefe Spuren hinterlassen haben. Im Sinne der Borussia-Hymne „Die Seele brennt“ soll noch ein Blick zurückgeworfen, aber auch wieder mit voller Kraft nach vorne gedacht werden. Weiterlesen
Die Probleme bei Borussia sitzen tiefer
Borussia entlässt Seoane – doch die wahren Probleme sitzen viel tiefer. Ein klarer Neustart im Sommer wurde verpasst, weil ein gravierender, strategischer Fehler begangen wurde. Unter normalen Umständen müssten weitere personelle Konsequenzen folgen. Weiterlesen
0:4 gegen Bremen – die Warnsignale sind nicht mehr zu übersehen
Nach dem knappen Weiterkommen im Pokal gegen Atlas Delmenhorst, dem 0:0-Unentschieden zum Heimspielauftakt gegen den Hamburger SV und der knappen Niederlage beim VfB Stuttgart stand Borussia unter Druck, das Spiel gegen Werder Bremen im eigenen Stadion erfolgreich zu gestalten. Es endete in einem Debakel, das grundsätzliche Fragen aufwirft. Weiterlesen
Etat runter, Erwartungen rauf – was lehrt der Transfersommer?
Borussia hat sich im Sommer verändert: Der Etat wurde verkleinert, der Kader angepasst und die Führungsrollen neu verteilt. Nach der enttäuschenden Vorsaison ist jedoch endlich eine klare sportliche Ausrichtung gefragt. Der Verein sollte auch im Management über einen Umbruch nachdenken.
Nach dem Umbruch ist vor dem Umbruch
Die Weichen für die neue Saison sind – halbwegs – gestellt, aber eigentlich nicht so klar. In Mönchengladbach herrscht gefühlt Stillstand. Transfers? Kaum Bewegung. Strukturreformen? Fehlanzeige. Stattdessen dominieren altbekannte Probleme. Weiterlesen