Erleben wir eine neue Borussia? Fohlenelf 2.0

Die Neustrukturierung in sämtlichen Bereichen findet wohl mit dem neuen Trainer einen Abschluss. Die Borussia hat wichtige, strategische Entscheidungen getroffen, die sich schon heute auszahlen. Jetzt fehlt nur noch der passende Fußball auf dem Spielfeld, der mit Marco Rose stattfinden soll. Moderne trifft auf Nostalgie.

Neue Impulse

Im Jahr 2002 war der Nordpark weitestgehend unbebaut, das Gelände war für Entdecker gemacht. Hinter aufgeschütteten Hügeln fand ein 12-jähriger ganz neue Welten wieder. 17 Jahre später ist davon nicht mehr viel übrig, der Borussia Park lässt einen staunen. Ein Spaziergang über das Vereinsgelände führt einem vor Augen was vor allem in den vergangenen Jahren geschaffen wurde. Der Verein hat sich neu erfunden, wirkt dabei aber immer noch so vertraut. Die Gladbacher Fohlenelf bleibt, könnte jedoch unter Marco Rose einen neuen Impuls bekommen, der längst überfällig war.

Borussia Mönchengladbach hat aufgeholt, ist aber sicher nicht auf der Überholspur. Der Verein hat in den vergangenen Jahren in Infrastruktur, Nachwuchs und Personal investiert. Alleine das Projekt ‚Borussia-8-Grad‘ hat über 33 Millionen Euro gekostet. Dafür wurde eine neue Einnahmequelle geschaffen, mit dem Hotel, der ‚Fohlenwelt‘ und dem Fanshop in einem Gebäude. Auch ein Reha- und Fitnesszentrum und Arztpraxen sind in dem neuen Gebäudekomplex untergebracht, mit dem neuen Partner Medical Park.

Marco Rose ist nur ein Puzzleteil

Marco Rose freut sich bereits auf die Arbeit mit den jungen Spielern im Kader. Der neue Trainer möchte sie fördern und fordern, sie weiterentwickeln. Für den Nachschub an Talenten aus dem eigenen ‚Fohlenstall‘ soll auch das neue Jugendinternat sorgen. Die Borussia bemüht sich seit Jahren möglichst früh und günstig Spieler in den eigenen Nachwuchs zu holen. Der aufgeheizte Markt um Top-Talente zwingt den Verein zu so einem Vorgehen. Das Ziel: die Durchlässigkeit von der Nachwuchsabteilung zu den Profis soll wieder zunehmen.

Der Trainerwechsel von Dieter Hecking zu Marco Rose hat in den vergangenen Monaten für den meisten Gesprächsstoff gesorgt. In den Hintergrund gerät u.a. der aus Salzburg mitgebrachte Trainerstab um Rene Maric, Alexander Zickler und Patrick Eibenberger. Die Borussia hat in diesem Sommer etwas abgeschlossen was schon seit mindestens zwei Jahren vor sich geht: die Strukturen innerhalb des Vereins zu analysieren und zu verbessern. Sei es im medizinischen, aufgrund der zahlreichen Verletzungen, oder sportlichen Bereich.

Neustart mit dem passenden Kader

Mit dem Relaunch des neuen Corporate Designs hat die Borussia im wahrsten Sinne des Wortes einen Neuanstrich bekommen. Mit Puma als alten neuen Ausrüster, dem Gefühl von Nostalgie und Moderne, wurden zusätzlich vielversprechende Bedingungen geschaffen. Jetzt muss nur noch die Fohlenelf das versprühen was bereits kommuniziert wird. Marco Rose soll derjenige sein, der gemeinsam mit der Mannschaft den Neustart packt. Gier, Emotionalität und Begeisterung – diese Attribute sollen auf den Platz zurückkehren, und zur Grundtugend werden. Dafür braucht es einen passenden Kader, damit die Vorstellungen des neuen Trainers umgesetzt werden können.

Max Eberl ist drauf und dran seine Wünsche zu erfüllen. Mit Stefan Lainer ist bereits eine ‚Naturgewalt‘ für die rechte Abwehrseite verpflichtet. Mit Breel Embolo wurde viel Dynamik für den Sturm dazugeholt. Jetzt wird nur noch darauf gewartet, dass die Aktivitäten in diesem Sommer ihren Abschluss finden. Heiß gehandelt werden Malang Sarr (OGC Nizza) und Marcus Thuram (EA Guingamp). Dann wären die Voraussetzungen geschaffen, damit die Fohlen wieder begeistern können – passend zum 100-jährigen Jubiläum vom Bökelbergstadion. Die Euphorie zum Trainingsstart könnte kaum größer sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

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